Poleiminze, Mentha pulegium



Solinger Kräuterkontor

Poleiminze, mentha pulegium,

Lamiaceae, puledium


Flohkraut, Hirschminze,



Botanik:


Die Poleiminze gibt sich

durch kreuzgegenständige Blätter sowie fünfzählige blasslila

Blüten in Quirlen zu erkennen. Die mehrjährige, sehr aromatische,

bis zu 40 cm hohe Pflanze hat eiförmige Blätter gehört zu den

Lippenblütlergewächsen. sowie zur großen Gruppe der Minzearten ist

aber schwächer im Wuchs, dafür sehr ausdauernd. Die Poleiminze

bevorzugt feuchte, tonige Böden. Außer im Norden ist sie in ganz

Europa und Westasien beheimatet, in Nord und Südamerika

eingebürgert.



Verwendete Teile:

 

Sprossteile, die zur Blütezeit geerntet werden.



Inhaltsstoffe:


Ätherisches Öl: Pulegon

27 – 92%, Piperiton u. Limonen, Isopulegon, Menthol und andere

Terpene, Bitter- und Gerbstoffe,



Heilwirkung:


Der Wirkstoff Pulegon ist

für die abortive Wirkung verantwortlich. Pulegon ist ein Lebergift,

dass in größeren Dosen Erbrechen, Blutdrucksteigerung, Delirien und

narkotische Lähmungen, auch Atemlähmungen hervorrufen kann. Heute

wird die Poleiminze wegen der erwähnten Nebenwirkungen nicht mehr

als Naturheilmittel verwendet. Sie wurde gegen Leber u. Gallenleiden,

Verdauungsstörungen, Erkältungen und Koliken eingesetzt.



 

Geschichte uns Sage:


Plinius (23-79) schrieb,

dass die Poleiminze eine wertvollere Arzneipflanze sei als die Rose,

und dass sie verdorbenes Wasser reinige sowie Flöhe vertreiben könne

(Pulex=Floh). Dioskurides stellte zur selben Zeit fest, dass die

Poleiminze Menstruation und Wehen hervorruft. Eine verwandte Art der

Poleiminze wird in Südamerika zur Konservierung der Kartoffel

benutzt.(Chamuca in Peru, Cruz Muna in Bolivien). 1597 wurde von John

Gerard erkannt, dass eine Girlande aus Poleiminze um den Kopf

gewunden bei starkem Kopfschmerz und Schwindel helfe.



Kulinarisches:

 

Ist nicht bekannt.