Pfefferminze, Mentha piperita



Solinger Kräuterkontor

Pfefferminze

 

Mentha piperita

Pfefferminze,

Mentha piperita L, Lamiaceae, sisimbrium

 

Wasserminze, Mentha acquatica,

Adlerminze, Edelminze,

Gartenminze, Teeminze, englische Minze,



Botanik:


Die heute häufigste

Minze, die Mentha piperita L, ist eine Hybride der erstmals vor 200

Jahren in London gewerblich angebauten, gekreuzten Mentha aquatica,

(Wasserminze) und der (Mentha spicata), Krauseminze. Die Pfefferminze

wächst in unseren Gärten mehrjährig, wobei man alle zwei Jahre den

Standort der Pflanze wechseln sollte, da sonst die Gefahr der

Rückkreuzung besteht. Kalkige sowie Tonböden werden dabei besonders

bevorzugt. Sie wurzelt stark in ober- und unterirdischen Ausläufern

und wächst 30 – 80 cm hoch. Die länglich – elliptischen Blätter

sind gegenständig angeordnet, 4 – 7cm groß und grob gezahnt. Der

rötliche Stängel ist meist unbehaart, die rosaroten Blüten stehen

sehr dicht in oftmals unterteilten, ährenartigen Blütenständen.




Verwendete Teile:


Alle oberirdischen Teile

ohne Blüten



Inhaltstoffe:


Ätherisches Öl bis zu

1,5 % mit Menthol bis zu 35 – 55%, Menthon bis zu 40%, Flavonoide,

Phenolcarbonsäuren, Triterpene.



Heilwirkung:


Bei allen krampfartigen

Magen- und Darmbeschwerden der Gallenwege, bei Katarrhen der

Atemwege, bei Schleimhautentzündungen auch als Inhalat.

Äußerlich bei Muskel-

und Nervenschmerzen, ebenso als Aromaticum. Eine antimykotische,

antiseptische, kühlende Eigenschaft wird dem Menthol zugesprochen.

Die Blätter der Krauseminze, auch Spearmintblätter genannt,

enthalten ätherisches Öl ohne Menthol, dafür mit viel Carvon

(Kümmel), daher sind sie besonders gut gegen Blähungen geeignet.



Geschichte und Sage:


Man vermutet, dass die

Mentha aquatica die Urform aller Minzen ist, andere Quellen weisen

auf die Nutzung der Krauseminze besonders im Mittelalter hin.

Nachgewiesen wurde sie aber schon in altägyptischen Gräbern um

1200-600 v. Chr. Auch die Römer und Griechen schätzten die

Pfefferminze.



Kulinarisches:


Minze dient zum Verfeinern

von Suppen und Soßen. Fisch sowie Lammbraten erhält durch Mitkochen

von Minzblättern eine besondere Note. Auch in Kräuteressig macht

die Zugabe von Minze eine besondere Note aus.