Hundsrose, Rosa canina



Solinger Kräuterkontor


 

 

 

Hundsrose

 

Rosa canina

 

 

 

 

 

 

 

Hundsrose,

rosa canina L, Rosaceae, Rosas

 

Hagrose, Hainrose,

Heinzerlein, Hiefenstrauch, wilde Heiderose, Wildhips

 

 

Botanik:

 

Bis zu 3m hoch kann der stattliche Strauch der Hundsrose mit seinen weit

ausladenden, überhängenden Ästen werden. Er ist ein laubabwerfender, rankender

Strauch mit gebogenen Stacheln und zartrosa bis weißen Blüten und

scharlachroten Scheinfrüchten, den Hagebutten. Sie haben im Innern

steinharte Schließfrüchte (Nüsschen), die fälschlicherweise Samen

genannt werden. Im Innern sind die Hagebutten (die Scheinfrüchte)

mit Borstenhaaren ausgestattet, die man als Juckpulver kennt. Die

Hundsrose wächst bevorzugt an Waldrändern, Rainen, Gebüschen,

Hecken und sonnigen Heidehängen.Die Hundsrose blüht von

Mai bis Juni, die Hagebutten werden von September bis Oktober

geerntet. Sie ist in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet.

 

 

 

Verwendete Teile:

 

im Herbst sammelt man die

Hagebutte, schneidet sie auf, entfernt die Kerne und trocknet sie

schnell.

 

 

 

Inhaltstoffe:

 

Viel Vitamin C, auch

Vitamin A, B1, B2, K, P, Mineralstoffe, Fruchtsäuren, Flavonoide,

Gerbstoffe und Zucker, in den Kernen ist Vanillin.

 

 

 

Heilwirkung:

 

Die Vitamine der Hagebutte

stärken die Abwehrkräfte als vorbeugende Maßnahme, aber auch

während der Erkältung mit und ohne Fieber ist der Hagebuttentee und

das Hiefernmark (Muß) ebenso wie bei der Wundheilung ein wahrer

Helfer.

 

 

Geschichte und Sage:

 

 

So alt die Geschichte der

Rose ist, so vielfältig ist sie auch. Die älteste Abbildung einer

Rose ist 4000 Jahre alt und wurde im heutigen Persien gefunden,

welches das Rosenland schlechthin ist. Im Islam galt die Rose als

Schweißtropfen Mohammeds, den Germanen galt die Rose als Symbol der

weiterlebenden Seele. Die Heckenrose, als „Friggas Dorn“ der

mütterlichen Fruchtbarkeitsgöttin heilig, besaß Zauberkraft. Im

christlichen Kulturkreis wird die Rose zur ständigen Begleiterin der

Gottesmutter Maria die Rosa mystica.

Der erste Kanzler der

Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, war passionierter

Rosenzüchter.

 

 

Kulinarisches:

 

Rosenöl und Rosenwasser

findet vielfach bei der Parfümherstellung Verwendung, ebenso in der

Feinschmeckerküche und bei der Marzipanherstellung.