Engelwurz, Angelika archangelica



Solinger Kräuterkontor

 

 

 

 

 

 

Engelwurz, Angelica

archangelica, Apiaceae, olisatum,

 

Brustwurz, Engelwurz, Gartenangelika, Heiligenbitter, Theriakwurzel, Waldbrustwurz,

 

 

 

Botanik:

 

Die Wildform wird nur 1m hoch und hat eine einfache, wenig geteilte Rübe (nicht Wurzelstock),

stammt aus den Gebirgen Skandinaviens und dem nördlichen Sibirien,

auch im Himalaya. Kultiviert wächst sie bis 2m hoch mit einer

kurzen, dicken durch zahlreiche Nebenwurzeln verzweigten Rübe in

einer nordisch eurasischen Art. Der Stängel ist hohl, die Blätter

dreiteilig, die Blütendolden weiß.

 

 

 

Verwendete Teile:

 

Die Wurzel wird ab dem

zweiten Jahr teilweise ausgegraben, Blätter, Stängel, Samen.

 

 

 

Inhaltsstoffe:

 

Ätherisches Öl(darin

hauptsächlich ß-Phellandren) Cumarine, Lactone,

 

 

Heilwirkung:

 

Bei Kopfschmerz,

Zahnschmerz, Trigeminusneuralgie wird aus der Wurzel oder aus dem

Kraut Tee verabreicht, als Magenheilmittel bei Verdauungsproblemen,

bis heute ist Engelwurz in der homöopathischen Heilkunde bekannt,

auch als Schwedenbitter.

 

 

 

Geschichte und Sage:

 

 

Als Wunderheilmittel des

Mittelalters Bestandteil des berühmten Theriak. Die sibirische

Engelwurz wird schon im Klassiker der „Wurzeln u. Heilkräuter des

gestaltenden Landmann“ erwähnt, der berühmte Soldatenarzt Zhang

Congzheng (1150-1228) erwähnt sie als schweißtreibendes Kraut zum

Schutz vor Kälte, Wärme, Feuchtigkeit.

 

 

 

Kulinarisches:

 

In Lappland mit Rentiermilch zu Käse verarbeitet, als Wildgemüse, in Frankreich und

Österreich nimmt man kandierte Stängel zur Tortendekoration,

enthalten auch im Benediktiner und Chartreuse.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Engelwurz

 

 

 

Angelika archangelica