Eibisch, Althea officinalis



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Eibisch

 

Althea officinalis



 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eibisch, Althea officinalis, Malvaceae, altea

 

Adewurzel, Alter Thee,

Driantenwurzel, Fißkraut, Heilwurz, Heimischwurzel, Ibsche,

Schleimwurzel, weiße Malve, weiße Pappel, Weißwurzel.

 

 

Botanik:

 

Eibisch ist eine ausdauernde, bis 2 m hohe Staude, die samtig behaart, mit gestielten

Blättern, welche sich spiralig am Stängel anordnen, und drei bis

fünflappig gekerbt sind und wie die ganze Pflanze mit weißem Pflaum

überzogen ist. Die Blüte ordnet sich in den Blattachseln büschelig

an und hat eine zartweiße oder zartrote Farbe. Der Eibisch blüht

von Juni bis August wobei er in Mitteleuropa nur selten auf salzigen

Böden, z.B. an der Ostsee oder in der Nähe von Salinen wildwachsend

anzutreffen ist. Seine Heimat ist vermutlich das östliche

Mittelmeer und angrenzende Regionen. Heute wird er in großen

Kulturen zur Herstellung von Medikamenten kultiviert.

 

 

 

Verwendete Teile:

 

Wurzel, seltener Blätter

und Blüten.

 

 

 

Inhaltstoffe:

 

Die Eibischwurzel enthält

etwa 37% Stärke, 11% Schleim, 11% Pektin, Flavonoide,

Phenolcarbonsäure, Saccharose und Asparagin. In den Blättern und

Blüten ist weniger Schleim, aber dafür etwas äther. Öl.

 

 

 

 

Heilwirkung:

 

Wenn es darum geht,

Schleimhaut zu schützen, nutzt man die ummantelnde Wirkung des

Schleims der Eibischwurzel. Dies gilt für Entzündungen des Magen -

Darmtraktes genau so wie für alle Bronchialerkrankungen, speziell in

Verbindung mit Anis, welches auch das BGA anerkennt. Als heißer

Umschlag bei Furunkeln, als lindernder Umschlag bei Hautverletzungen

hilft der Eibisch ebenso wie als Gurgelmittel. Es ist bis heute

unsere wichtigste Schleimdroge.

 

 

 

Geschichte und Sage:

 

Bereits in der Antike

nutzt man die Heilwirkung des Eibisch, wobei hier interessant ist,

dass die Anwendung sich über Jahrtausende nicht verändert hat.

Die ältesten Funde

stammen aus einem 30 000 Jahre alten Neandertalergrab in Shanidar im

Irak. Mit Tausendgüldenkraut und Schafgarbe wurde der Eibisch als

Grabbeigabe verwandt. Der griech. Philosoph Theophrast (372-287

v.Chr.) berichtet von der Mischung aus Wein und Eibischwurzel gegen

Husten. Auch im Lorscher Arzneibuch und bei Hildegard v. Bingen

findet der Eibisch Erwähnung.

 

 

 

Kulinarisches

 

ist uns nicht bekannt.