Eberraute, Artemisia abrotanum



Solinger Kräuterkontor

 

 

 

 

 

 

Eberraute

 

Artemisia abrotanum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Eberraute, Artemisia abrotanum, Asteraceae, Abrotanum

 

Stabwurz, Eberreis,

Mugwurz,

 

 

Botanik:

 

 

Ein Halbstrauch bis zu 1m

Höhe, bedingt winterhart. Aus den stark zerteilten, silbriggrünen

Blättern und im Spätsommer kleinen gelben Blüten strömt sie einen

stark aromatischen Duft ähnlich der Zitrone aus. War sie einst in

Südeuropa heimisch, wächst sie heute noch selten in Bauerngärten

auf steinig-trockenem, lehmigen Boden in geschützter Lage. Wie

Beifuß und Wermut gehört sie zu der Gruppe Asteraceae.

 

 

Verwendete Teile:

 

Sprossteile

 

 

Inhaltsstoffe:

 

Ätherisches Öl, Abrotin, Bitter- u. Gerbstoffe, Rutin, Cumarin,

 

 

 

Heilwirkung:

 

Wird heute selten, da Wermut und Beifuß intensiver wirken, als Bittertonicum bei

Verdauungsproblemen angewandt, da es die Verdauungssekretion anregt.

In der Homöopathie wird sie gegen Drüsenschwellungen,

Erschöpfungszuständen und bei chronischen Entzündungen eingesetzt.

Eberraute wird in der Parfümherstellung gewerbsmäßig angebaut.

 

 

 

Geschichte u. Sage:

 

 

Im Mittelalter und der Renaissance war die Eberraute ein hochgeschätztes Heilkraut, als

Stabwurz galt sie bei Dioskuridis mit Öl vermischt gegen

Schüttelfrost, also wärmeerzeugend. Hildeg. V. Bingen empfiehlt den

Saft gemischt mit altem Fett und Baumöl gegen Grind, Beulen u.

Geschwüre. Außerdem galt Eberraute als Hexen- und Teufelsvertreiber

und sollte Verhexung auflösen.

 

 

 

Kulinarisches:

 

 

Zum Würzen von fetten

Braten verwendet man die im Juli und August gesammelten Triebspitzen.

In Spanien und Italien würzt man heute noch spezielle Gebäcksorten

mit Eberraute.