Anis, Pimpinella anisum



Solinger Kräuterkontor


                             Anis

                      Pimpinella anisum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anis,

Pimpinella anisum L., Apiaceae, anesum

 

Anis-Bibernelle, Änis,

Arnis, Brotsame, Enis, Runder Fenchel, Süßer Fenchel, Süßer

Kümmel, Taubenanis,

 

Botanik:

 

Anis ist eine einjährige,

aufrechte, bis ungef. 60 cm hohe Pflanze mit einer spindelförmigen

Wurzel. Die unteren Blätter sind herzförmig, wenig gezahnt, am

oberen runden Stängel stark gefiedert. Die Blütendolden sind 7- bis

15strahlig mit zartweißen bis rosa Blüten und rundlichen, gerieften

Früchten, wobei ein sehr guter Boden wichtig ist. Die Blütezeit ist

Juli bis September. Geerntet wird der Anis mit Gras- oder

Bindemähern, auch kommen Mähdrescher zum Einsatz. Wichtig ist, den

Anis bei trübem, etwas feuchtem Wetter zu ernten, da sonst der Samen

leicht herausfallen kann.

 

Die Heimat des Anis ist der Orient; in der früheren UDSSR, in Indien, in Südeuropa ebenso

wie in Amerika wird er heute in großen Mengen angebaut. Bei uns

gedeiht er in einem guten Sommer im Gewürzgarten. Sein typisch süßes

Aroma verströmt schon während der Wachstumsphase.

 

Verwendete Teile:

 

Die reife Frucht.

 

 

Inhaltstoffe:

 

Ätherisches Öl mit

trans-Anethol, fettes Öl, Zucker, Eiweiß. Anethol hat eine

oestrogene Wirkung.

 

Heilwirkung:

 

Wegen der krampflösenden Wirkung ist Anis das Mittel gegen alle Krankheiten, die mit Krämpfen

einhergehen wie z.B.Blähungen, Koliken, Periodenschmerz, Asthma und

Keuchhusten, die auch vom BGA anerkannt werden. Außerdem soll Anis

die Brustmilchproduktion anregen und sexuell stimulierend wirken.

 

 

Geschichte und Sage:

 

Bereits seit 4000 Jahren

wird Anis in Ägypten angebaut, welches aus medizinischen Texten der

Pharaonenzeit hervorgeht, die Anis erwähnen zur Behandlung von

Verdauungsbeschwerden, zum Harntreiben und bei Verdauungsbeschwerden.

Der Grieche Dioskurides im 1. Jahrhundert erwähnt, dass Anis wärmt,

trocknet und auflöst, das Atmen erleichtert und das Harnlassen

bewirkt.

 

 

Kulinarisches:

 

Zum Würzen von Salaten,

Gemüse und Soßen, in Backwaren wie Lebkuchen und Plätzchen sowie

an Schalentiere, Geflügel und Schweinefleisch.